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Rücksicht im Straßenverkehr

Eine Kampagne für mehr Rücksicht im Straßenverkehr. Absolut richtig! Aber wieso wirkt das auf mich bloß so ironisch? Hat es was mit dem fantastischen Christophorus zu tun?!?!
Ein Lob auf jeden Fall dafür, dass auf alle Verkehrsteilnehmer eingegangen wird und nicht, wie so oft, einer als alleiniger Täter dargestellt wird!

Folge 1 – Gehwegradler

Folge 2 – Genickstarre

Folge 3 Radwegblockierer

Strafen in der neuen Straßenverkehrsordnung

In der neuen Straßenverkehrsordnung werden auch Strafen für Radfahrer neu geregelt, die zum 1. April in Kraft treten. Hier eine kleine Auswahl:

Rote Ampel:
- Überfahren einer roten Ampel: 45 Euro + 1 Punkt
- Überfahren einer roten Ampel, die länger als eine Sekunde rot zeigt: 100 Euro + 1 Punkt
- Überfahren einer roten Ampel mit Gefährdung anderer oder Unfallverursachung: 180 Euro + 1 Punkt

Zebrastreifen:
- An Zebrastreifen wartenden Fußgängern den Vortitt verwehren: 40 Euro + 1 Punkt
- inkl. Gefährdung der Passanten: 50 Euro + 1 Punkt
- inkl. Unfall mit Passanten: 60 Euro + 1 Punkt

Alkohol:
- Fahren mit mehr als 1,6 Promille: Strafanzeige + ca. ein Netto-Monatsgehalt + 7 Punkte + evtl. Idiotentest

- Fahren mit weniger als 1,6 Promille: erlaubt; bei Unfallverursachung allerdings auch eine Straftat

Sonstiges:
- Handy am Ohr und somit nur eine Hand am Lenker: 25 Euro

- Musik über Kopfhörer zu laut: 10 Euro

- Nachts ohne Beleuchtung unterwegs: 20 Euro

- Überqueren eines geschlossenen Bahnübergangs: 350 Euro + 4 Punkte

Bicycle Tracks vs City Roads

Eine schöne Grafik aus Dänemark: Kopenhagener Radwege gegen Stadtstraßen. Radwege benötigen nur ein Viertel an Fläche, auf ihnen sind nahezu genauso viele Menschen unterwegs wie auf den Straßen und sie kosten lediglich 1,3 Prozent von dem, was die Straßen kosten. Eindeutiger Sieger oder?!

Tracks vs Roads
Grafik via Twitter

Cycling for Everyone!

Dieses kurze Video zeigt die niederländische Erfolgsstory beim Radfahren. Wie hat es nach dem 2. Weltkrieg angefangen? Wieso wurden Rückschläge schnell weggesteckt? Und warum ist das Radfahren heute beliebter denn je?

Hochbord, Schutzstreifen oder Fahrbahn?

Zum Thema Radverkehrsführung will ich mal eure Meinung hören. Grundsätzlich gibt es ja diese drei Arten:

- Hochbordradweg
- Schutzstreifen
- Fahrbahn

Jede der drei Möglichkeiten hat ihre Vor- und Nachteile und somit auch ihre Befürworter und Gegner.

Dem Hochbordradweg kann man zugutehalten, dass er relativ eindeutig von der Fahrbahn getrennt ist und somit auf weiter Strecke nicht mit dem Autoverkehr in Berührung kommt. Das sieht dann aber an Kreuzungen schon anders aus. Da kommt oft das Argument, dass Rechtsabbieger eben jenen Hochbordradweg nicht beachten oder einsehen können. Die Folgen können schnell lebensgefährlich werden. Aber auch von der anderen Seite droht Gefahr. Für Autofahrer, die aus Einfahrten und von Grundstücken kommen, beginnt die aufmerksame Phase oft erst knapp vor der Fahrbahn. Da droht nämlich erheblicher Sachschaden. Geh- und Radwege werden leider immer wieder ignoriert.
Ein weiterer Nachteil mag die unmittelbare Nähe zum Gehweg sein, was Fußgänger dazu verleiten könnte, ihre Route auf den Hochbordradweg auszudehnen.
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Ringvorlesung zu Radfahren in der Stadt

Da wäre man doch gerne noch mal Student. Das Institut für Verkehrswissenschaften der Technischen Universität Wien startet am Montag, dem 4. März eine Ringvorlesung zum Thema Radfahren in der Stadt. An 13 Terminen wird über die Situation von Radfahrern in Städten diskutiert. Los geht es mit einer Podiumsdiskussion “Radverkehrspolitik in der Stadt”. Weitere Themen sind zum Beispiel “Radfahren und Recht: Status Quo und Verbesserungsbedarf“, “Wenn Sie wollen, dass ich Rad fahre, dann müssen Sie …” (was zu einem guten brainstorming werden kann) und “Urbane Mobilität – Wahrer Adel fährt am Radel!“.

Ich weiß nicht, ob es die erste Vorlesung dieser Art ist. Ich aber höre zum ersten Mal davon. Eine sehr gute Sache, die Schule machen sollte. Denn jede Uni hat die Praxis ja direkt vor den eigenen Hörsälen.
Eine Gesamtübersicht der einzelnen Vorlesungen und ihrer Dozenten gibt es hier!

Und mehr aus Wien gibt es hier bei Freitritt!

[Petition] Mehr Bahnradsport live in ARD und ZDF!

Starten wir die Woche mal mit einem Aufruf zu unterschreiben. Und zwar dafür, dass ARD und ZDF in Zukunft nicht nur mehr, sondern überhaupt mal Bahnradsport übertragen. Gerade ist die WM in Weißrussland zu Ende gegangen und kaum einer hats gemerkt. Dabei gab es für die deutschen Sportler mal wieder 8 Medaillen, nur Großbritannien war mit 9 Medaillen erfolgreicher.
Und wer stundenlang jede Art von Wintersport zeigen kann, der kann auch zumindest die Finalläufe einer Bahnrad-WM zeigen. Denn spannender als irgendwelche ersten Durchgänge beim Skispringen ist das allemal.

Bahnrad-TV-Petition

Die Begründung der Petitionsstellerin gibt es auch hier im Blog:
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Parkangebote in Osnabrück

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Osnabrücker Parkangebote für Autos und Fahrräder in der Innenstadt zusammenzufassen. Auf der Karte sieht man, dass die Prioritäten hier überwältigend deutlich bei den Autos liegen und es ein krasses Missverhältnis gibt.
Innerhalb des Innenstadtrings und mit direktem Zugang zu eben jenem gibt es sage und schreibe 14 Parkhäuser und 13 Parkplätze. Hinzu kommen natürlich noch die vielen Einzelparkplätze an Straßen.
Dem gegenüber stehen allerdings lediglich vier nennenswerte Stellflächen für Fahrräder. Allerdings muss man hier auch sagen, dass diese aus maximal zehn Abstellbügeln bestehen (außer an der Bibliothek und am Bahnhof), insofern auch nicht wirklich viel Platz bieten. Hinzu kommen natürlich noch einzelne Abstellbügel, die in der ganzen Stadt verstreut sind und kein massentaugliches Abstellangebot darstellen.
Die NOZ berichtete kürzlich, dass die Stadt plane, in den nächsten Jahren ein deutlich verbessertes Parkangebot für Radfahrer zu schaffen. Einzelheiten sind hier allerdings noch nicht bekannt.
Ich bin gespannt, was sich passieren wird. Habe bei der Stadt mal angefragt und aktualisiere den Eintrag hier, wenn es etwas Neues gibt…

Update 25. Februar: Die Stadt Osnabrück hat einen Auftrag für ein Konzept “Fahrradparken City” vergeben, welches im Mai fertiggestellt und den politischen Gremien vorgelegt werden soll. Es dauert also alles noch…

Parkangebot Osnabrück
Ich garantiere nicht für Vollständigkeit. Wer noch weitere Parkhäuser, Parkplätze oder Abstellflächen für Fahrräder kennt, die nicht eingetragen sind, kann das gerne in den Kommentaren kundtun!

Niedersächsischer Koalitionsvertrag

Koalition_grSPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Niedersachsen haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Und erfreulicherweise gibt es auch einen Abschnitt zum Radverkehr. Die beiden Koalitionsparteien wollen demnach das Radwegenetz weiter ausbauen, vorhandene Lücken schließen, die Leistungsfähigkeit und Qualität der Radwege sowie die Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer bedarfsgerecht verbessern. Außerdem werden SPD und Grüne größere Spielräume zur Einrichtung von Tempo-30-Zonen und Shared-Space-Bereichen einräumen. Auch sollen der “Runden Tisches Radverkehr” und die Funktion der/des Radverkehrsbeauftragten im Verkehrsministerium gestärkt werden.

Das hört sich schon mal nach sehr guten Ansätzen an, wie ich finde. Vor allem in Sachen Tempo-30-Zonen und Shared-Space-Bereiche bin ich gespannt, was sich tun wird. Vielleicht wird es ja auch aus dem SPD-geführten Ministerium für Verkehr Unterstützung für Meldeplattformen geben, wie ich sie gerade am Beispiel Rhein/Main vorgestellt hatte.

Hier der Originaltext aus dem Koalitionsvertrag:
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Meldeplattform Radverkehr

Über Velophil bin ich gerade auf die Meldeplattform Radverkehr der Region Frankfurt Rhein/Main gestoßen. Hier können Radfahrer Straßenschäden in ein vorgefertigtes Formular inklusive Straßenkarte eintragen. Zunächst wählt man die Stadt, dann kann man zwischen drei Varianten wählen, wie man den genauen Ort bestimmen möchte: 1. über die Eingabe der Adresse, 2. über die Eingabe von GPS-Koordinaten oder 3. man setzt direkt in der Karte einen Meldepunkt.
Danach macht man anhand acht multiple choice Fragen eine Meldebeschreibung um was für einen Schaden bzw. was für eine Situation es sich handelt. Um dies noch zu unterstreichen kann man bis zu drei Fotos der Situation vor Ort hochladen. Abschließend muss man noch Name und Emailadresse angeben, damit man über den weiteren Verlauf der Schadensmeldung informiert werden kann.

Eine super Idee und wie Andrea Reidl auf Velophil auch schon schreibt, eigentlich ein Muss für jede Kommune. Allerdings kann ich mir auch sehr gut vorstellen, woran es in anderen Regionen scheitert: Richtet eine Kommune eine solche Meldeplattform ein, setzt sie sich damit natürlich selbst unter Druck, die Schäden auch relativ zeitnah zu beseitigen. Und welche Kommune setzt sich schon gerne selbst unter Druck, wenn sie vorher weiß, dass sie die finanziellen oder personellen Mittel für ein solches System gar nicht hat?
Über die Erfolge der Meldeplattform Frankfurt Rhein/Main konnte ich leider nichts herausfinden. Hoffen wir mal, dass sie erfolgreich ist!

Die Meldeplattform Radverkehr wurde 2010 zurecht mit dem “Deutschen Fahrradpreis best for bike” ausgezeichnet. Die Idee hat es verdient beworben zu werden und sollte bundesweit als Vorbild gelten!

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